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Nominierung & Voting 2022

Mit der Silberdistel, dem M. & W. Graf Biodiversitätspreis des Landes Steiermark, werden Projekte, die der Artenvielfalt in der Steiermark Vorschub leisten, in fünf Kategorien ausgezeichnet.

Hier sehen Sie alle nominierten Projekte des Jahres 2022 im Detail und können für Ihren Favoriten voten.

Beachten Sie bitte, dass Ihr Voting für jede Kategorie nur einmal abgegeben werden kann.

Für den Silberdistel – M. & W. Graf Biodiversitätspreis des Landes Steier­mark 2022, sind nachfolgende Personen bzw. Organisationen nominiert.

Nominierungen der Kategorie 1

Einzelpersonen und BürgerInnen-Initiativen ​

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Nominierungen der Kategorie 2

Bildungseinrichtungen (Kindergärten, Schulen, Universitäten, Fachhochschulen, Erwachsenenbildung) und Gemeinden

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Nominierungen der Kategorie 3

NGO’s, Vereine, Körperschaften öffentlichen Rechts

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Nominierungen der Kategorie 4

Gewerbliche bzw. landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen

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Kategorie 1

Einzelpersonen und BürgerInnen-Initiativen

Dreiteiliges Amphibienschutzprojekt in Hausmannstätten und Grambach

Eingereicht von Gerfried Ambrosch

Ziel des Projekts

Ziel des Projektes ist es, die regionale Biodiversität, vor allem hinsichtlich der besonders von Habitat-Verlust betroffenen heimischen Amphibien, mithilfe neuer Trittbrett- und Laichbiotope nachhaltig zu erhalten, zu stärken (bzw. wiederaufzubauen) und zu vernetzen (die geografische Lage zwischen Grazer Becken und oststeirischem Hügelland sei hier hervorgehoben). Das Projekt soll auch überregional zur Nachahmung anstiften.

Projektbeschreibung

Das Projekt umfasst 3 Teilprojekte. Ich habe in den letzten eineinhalb Jahren im Radius von mehreren hundert Metern an 3 Standorten in den Gemeindegebieten von Hausmannstätten und Grambach bei Graz insgesamt 10 Kleingewässer initiiert, geplant und angelegt bzw. saniert. Diese sind durch keine größeren Straßen oder andere Hindernisse voneinander getrennt und stellen so einen wertvollen Biotopverbund im Sinne der Biodiversitätsförderung, vor allem hinsichtlich gefährdeter Amphibienarten, in der Steiermark dar.

BIOTOP 1:

Ich konnte die Gemeinde Hausmannstätten dafür gewinnen, mir eine geeignete Fläche, die nötigen Materialen und die nötige Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen, um im Oktober 2021 3 neue Laichgewässer den unterschiedlichen Ansprüchen der hier vorkommenden Amphibienarten entsprechend anzulegen und einen dort bereits bestehenden Teich amphibiengerecht zu sanieren.

BIOTOP 2:

Am 17. 12. 2021 habe ich einen verlandeten Teich im Grambacher Ortsteil Himmelreich entbuscht und ausgebaggert, damit dort wieder ein Laichgewässer für Amphibien entsteht.

BIOTOP 3:

In den Jahren 2020 und 2021 habe ich den elterlichen Garten in Hausmannstätten amphibien- und reptiliengerecht umgestaltet, indem ich dort 5 Tümpel (entsprechend den Laichgewässeransprüchen der verschiedenen Amphibienarten), eine Steinschlichtung, eine Blumenwiese und ein Hibernaculum angelegt habe.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Das Projekt wirkt direkt dem Habitat-Verlust, einem Hauptgrund für den Rückgang der heimischen Amphibienpopulationen, entgegen, nützt aber auch unzähligen anderen Tier- und Pflanzenarten, die von solchen Feuchtbiotopen enorm profitieren.

Edelkrebse Astacus astacus

Eingereicht von Dietmar Kreindl

Ziel des Projekts

Wiederansiedelung und Erhalt der Edelkrebse (Astacus astacus) in unseren heimischen Gewässern.

Projektbeschreibung

Seit ca. 10 Jahren züchte ich in angelegten Teichanlagen Edelkrebse, um die Art zu erhalten. Ich habe am 4.8.2021 die Erlaubnis seitens des Landes Steiermark bekommen, Edelkrebse in den umliegenden Gewässern wieder anzusiedeln. Am 26. September 2021 fand die erste Aussiedelung statt.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Da unsere heimischen Krebse nicht resistent gegen die Krebspest sind, die vom Signalkrebs eingeschleppt wurde, und Abwässer tlw. bis in die 1990er ungefiltert in Bäche und Flüsse gelangten, starb der Edelkrebs beinahe aus.

Haselmaus wanted

Eingereicht von Florian Lenhard

Ziel des Projekts

Viele der letzten Meldungen zum Vorkommen von Bilchen, zu denen auch die Haselmaus zählt, sind bereits einige Jahrzehnte alt. Wir wollen herausfinden, ob es in unseren Stadtwäldern noch Haselmäuse gibt. Durch deren Nachweis sollen ihre Lebensräume erhalten bzw. gegebenenfalls verbessert werden, um das Überleben der Populationen in unserer Stadt zu sichern. Wir wollen vor allem die Jugendlichen, aber auch die erwachsenen GrazerInnen auf das Artensterben vor der Haustüre aufmerksam machen.

Projektbeschreibung

Im Zuge des Projektes wird seit dem Jahr 2021 untersucht, ob die Haselmaus in drei Stadtwäldern (Grazer Urwald, Reinerkogel, Leechwald) vorkommt. Bisher wurden 45 Nistkästen und 196 Niströhren aufgehängt.

Im heurigen Jahr werden auch die Eustacchio-Gründe auf das Vorkommen der Haselmaus untersucht. Dazu werden in diesem Gebiet Nisthilfen aufgehängt, und ebenso wie in den anderen Wäldern verortet und in regelmäßigen Abständen kontrolliert und das Ergebnis protokolliert. Zusätzlich wird die Umgebung auf die typischen Fraßspuren an Haselnüssen untersucht bzw. die Bäume und Sträucher im Umfeld bestimmt. Die WaldbesitzerInnen werden über die Ergebnisse informiert, um eventuell nötige Schutz- bzw. Verbesserungsmaßnahmen ergreifen zu können. Dadurch soll das Überleben der Tiere auch für die nächsten Generationen gesichert werden.

Im Grazer Urwald wurden im Sommer 2021 bereits Haselmäuse gesichtet bzw. nachgewiesen. Daher ist im Frühjahr 2022 die Pflanzung von Bäumen und Sträuchern geplant, deren Früchte als Nahrung für die Haselmaus und andere Tiere dienen sollen. Außerdem werden dadurch für die weitere Verbreitung der Haselmäuse wichtige Grünbrücken bzw. Versteckmöglichkeiten geschaffen.
Das Projekt „Haselmaus wanted“ ist sehr nachhaltig gestaltet, da die Nistkästen zu 100% aus heimischen Holz von Mitgliedern der Berg- und Naturwacht gebaut wurden. Ebenso wurde darauf geachtet, dass das Befestigungsmaterial aus einem wiederverwendbaren Draht besteht.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Die Haselmaus ist ein Bioindikator für eine hohe Tier-und Pflanzendiversität. In Habitaten, in denen sich die Haselmaus wohlfühlt (strauch- und krautreiche Mischwälder), ist auch für andere Tiere ein intakter Lebensraum vorhanden.

Schutz der Wilden Orchideen Hänge

Eingereicht von Anna Gerlitz-Ottitsch

Ziel des Projekts

Der Schutz Wilder Orchideen und Pflanzenraritäten im Mühlgraben bei St. Radegund, diese Intention rund um den Schöckl auszudehnen und die SchülerInnen der VS St. Radegund als BotschafterInnen für einen aktiven Schutz und die Entwicklung eines Bewusstseins der regionalen Flora zu begeistern.

Projektbeschreibung

2020 begann ich als Einzelperson zu recherchieren, wie ich in diesem Nahebereich meines Wohnortes für einen aktiven Schutz der Pflanzenvielfalt sorgen kann, nachdem ich beobachtet habe, dass zum Beispiel durch Mäharbeiten in den Blütezeiten der Orchideen und wie gemäht wurde sehr viel vom Lebensraum zerstört wurde. Mit Hilfe von Günther Lesny und BGM Hannes Kogler stellte ich einen Kontakt zur Straßenmeisterei Graz Nord her. In einem persönlichen Gespräch konnte ich sofort Zustimmung für diese Idee gewinnen. 2021 wurden auf meine Empfehlungen die Mähtermine in diesem Bereich so verlegt, dass die Orchideen ihre Blütezeit voll ausprägen konnten, die eingestellte Höhe des Mähbalkens wurde möglichst so verändert, daß die obere Erdschicht unberührt bleibt. Ein erster Erfolg war sofort zu erkennen. Wir führen diese Kooperation auch 2022 fort. In weiterer Folge plane ich eine Zusammenarbeit mit der VS St. Radegund, um Kinder als BotschafterInnen für diesen aktiven Umweltschutz zu gewinnen. Und so ein anderes Bewusstsein in die regionale Gesellschaft zu bringen. Meine Vision ist es, sogar Mitarbeiter der Straßenmeisterei auf den Wert ihrer Arbeit hinzuweisen. Sie mit den Auswirkungen ihrer Sorgfalt bei der Arbeit vertrauter zu machen, auch hier ein Bewusstsein zu stärken. Meine weitere Vision ist es, in diesem Bereich den Straßenverkehr zu beruhigen (Verbot für LKWs, Einbahnregelung temporär oder Fahrverbot temporär).

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Durch das Abstimmen von Mäharbeiten entlang der Straße werden in größeren Bereichen die natürlichen Pflanzen und ihre Vielfalt in der Entwicklung geschützt und gestärkt.

Kategorie 2

Bildungseinrichtungen (Kindergärten, Schulen, Universitäten, Fachhochschulen, Erwachsenenbildung) und Gemeinden

Artenvielfalt im Stiefingtal

Eingereicht von Isabella Kolb-Stögerer

Ziel des Projekts

Zusammenhänge zwischen Klima und Biodiversität als wichtige Bestandteile einer nachhaltigen Zukunft zu erkennen war Ziel des schulübergreifenden Projekts. Die Biene, als Sympathieträgerin, bot den idealen Einstieg, um das komplexe Thema kindgerecht und öffentlichkeitswirksam zu vermitteln. 200 Kinder als wertvolle und nachhaltige Multiplikatoren. Klimawandelanpassungsmaßnahmen wie smarte Regenwassernutzung, Mähmanagement und klimabewusster Einkauf sollen unseren und Bienes Lebensraum erhalten.

Projektbeschreibung

Im der Kleinregion Stiefingtal wurden verschiedenste gemeinsame Maßnahmen gesetzt:

  • Bienenschutzregion: Anlage von Insektenwiesen in allen Gemeinden
  • Obstbaumaktionen: Neupflanzung von über 1.000 Obstbäumen (alte Sorten), Infoabend „Fachgerechte Pflanzung von Streuobstbäumen“
  • Strauchpflanzaktion: Neupflanzung von über 1.000 heimischen Sträuchern für Kleintiere, Insekten und Vögel, Infoabend „Fachgerechte Pflanzung von Sträuchern“
  • Invasive Neophyten: Neophyten-Wandertage mit über 150 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen fünf und 14 Jahren in Zusammenarbeit mit der Berg- und Naturwacht
  • Öffentliches Grün: Anlage von Schattenbäumen; Naschgarten; Obstbäume zum Selberpflücken entlang von Straßen, Rad- und Gehwegen; phänologische Hecke
  • Hecken zwischen den Feldern: die bereits gepflanzten Hecken werden laufend um neue Hecken erweitert, um die Lebensräume der Tiere zu vernetzen

    Pilotumsetzungen:
    – Parkplätze: Rasengittersteine statt Asphalt
    – Schauversuchsfelder zum Thema Erosionsschutz durch Begrünung von Feldern; diese bieten im Herbst und Winter verschiedensten Insekten und Vögeln Lebensraum und Nahrung
    – Sanierung VS Pirching: „kühle Schule im Grünen“: Freiluftklasse, ein Mini-Amphitheater sowie ein kleiner Sportbereich ermöglichen Unterricht im Freien; der komplett grüne Innenhof wurde nicht nur erhalten, es wurden auch zusätzliche Bäume gepflanzt; durch den direkten Bezug ins Freie wird bei den Kindern die Liebe zur Natur geweckt

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Aufgrund der Vielfalt der Aktivitäten und der Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Akteuren (Schulen, Landwirtschaft) soll die Artenvielfalt in der gesamten Kleinregion geschützt und erhöht werden.

Biodiversitäts­gemeinde

Eingereicht von Robert Tulnik, Gemeinde Fernitz-Mellach

Ziel des Projekts

Aufbau und Umsetzung eines ambitionierten Ökokonzeptes, welches Orientierung für nachhaltige Entwicklung des Gemeinderaumes gibt. Enge Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden. Alle Maßnahmen sollen dazu führen, dass die Gemeinde mit all ihren zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln und Möglichkeiten einen Beitrag gegen Klimawandel und Biodiversitätsverlust leistet und zukunftsfit wird. Wichtig auch ideelle Unterstützung, Beratung, Kontaktvermittlungen für Gemeindebürger und Interessierte.

Projektbeschreibung

  1. Verzicht auf Torf, chem.-synthet. Düngemittel + Pestizide: Auszeichnung „NATUR im GARTEN“-Gemeinde; Gdeförderung NIG-Plakette für Bürger
  2. Blumenschmuck mit effekt. Mikroorganismen + Brunnenwasser für den Park, Kompost aus Gde-Kompost-Qualitätsbetrieb, Hackschnitzel aus Gde-Wald
  3. Projekt „Schmetterlingsgärten“: 28 Gehölze + 3 Wildblumensamenmisch. auf 1.000 m² bei VS Fernitz
  4. Obstbaumaktion mit Mellacher Bio-Obstbaumschule
  5. Baumpflanz. in Gdewäldern: 50 Bergahorn, 50 Stieleichen, 25 Roteichen, 25 Schwarzerlen
  6. als Schattenbäume / Lebensraum- / Kleinklimaschaffung: 3 Zitterpappeln EBZ, 15 Pyramidenpappeln Murbergstr, 3 Rote China-Birken Löschteich, 6 Gleditsien P Enzelsdorf, Tulpenbaum Kiga Mellach
  7. Wildblumenhügel Volleyballplatz mit NABU mit später Mahd
  8. Wildblumenböschung mit NABU Dillachstr. mit VS Mellach
  9. Wildblumenwiese mit VS Fernitz
  10. Bienenweide Gdeamt, ökolog. wertvoller Baum- und Staudenmix
  11. Erricht. von 2 Amphibientunnel Murbergstr/Land Stmk.
  12. Aufstockung Nistkästen
  13. Erricht. Energielehrpfad
  14. 2mal/Jahr naturkundl. Exkursion unter fachkundiger Ltg. zum Wissensaufbau
  15. Klimawandelanpassungsgde (1 von 10 Pilotgden in Stmk)
  16. Teilnahme Humusaufbauprogramm Ökoregion Kaindorf:Kostenübernahme für 1.Bodenanalyse
  17. Wasserschutzbauern: Kostenübernahme 3 Jahre Mitgliedschaft + Untersaatgutförderung
  18. Anlage Kräutergarten im Naschgarten des OVV
  19. Pflanzung 3 Obstbäume beim SPWH durch OVV
  20. Erstell. Baumkataster
  21. Lebensraumpartnerschaft

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Alle Projekte sollen Fehlentwicklungen gegensteuern, Bürger sensibilisieren + animieren. Der Fokus liegt dabei auf Erhalt gefährdeter Arten + Lebensräume des Kultur-, Acker- + Wiesenlandes unserer Gemeinde bzw. ihren Zustand möglichst zu verbessern.

Mensch & Natur ERLebnistal Unterlamm

Eingereicht von Robert Hammer

Ziel des Projekts

Durch das Projekt „Mensch & Natur ERLebnistal Unterlamm“ wollen wir unsere einzigartige Natur- und Kulturlandschaft und Artenvielfalt im Klimawandel auch für zukünftige Generationen durch nachhaltiges und ganzheitliches Bewusstsein und Handeln erhalten. Jede/r Bürger*in, Landwirt*in, Schüler*in, Kindergartenkind kann dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Ein ganzes Dorf setzt sich seit 2 Jahren für die Erhaltung der einzigartigen Biodiversität im Unterlammer Lehental ein!

Projektbeschreibung

Die kulturlandschaftliche Anziehungskraft des Lehentals/Unterlamm besteht in der Kleinstrukturiertheit – einem Mosaik aus artenreichen Wiesen, Äckern, Wein- und Obstgärten, Flurgehölzen sowie größeren zusammenhängenden Waldinseln, das bis heute gut erhalten geblieben ist. Besonders schützenswerte Arten konnten bei der Biotopkartierung durch den Naturschutzbund Steiermark gefunden werden:, u.a. Kleinkreuz-Prunkläufer, Rotbeiniger Erdbock und der Große Feuerfalter. Weiters wurden drei sehr seltene Pflanzenarten gefunden und das in einer Individuenzahl, die es so kein zweites Mal in der Region gibt:

  • Moenchia mantica (Weissmiere)
  • Neotinea ustulata (Wilde Orchideen-Art, Brand Knabenkraut)
  • Anacamptis morio (Wilde Orchideen-Art, Kleines Knabenkraut)
    „Auch der sehr seltene Wiedehopf wird wieder in Unterlamm gesichtet – wir gehen derzeit von 2 Brutpaaren aus“, sagt Projektleiter Lang. Im Lehenbach sind Bachmuscheln und Flusskrebse beheimatet.


Eine Vielzahl von Maßnahmen zur Erhaltung wurden bereits umgesetzt:
– jedes Kind in der VS erhielt einen Streuobstbaum (inkl. einem Anleitungsvideo)
– Nistkästen wurden durch Kindergarten und VS gebaut und aufgehängt
– es wurde ein Insektenhotel inkl. einer Bienenweide errichtet (ortsansässige Künstler und Kinder halfen mit)
– Fotos und Videos zur Bewusstseinsbildung produziert
– Nachtfalter- und Bachwanderungen umgesetzt
– Setzlinge der größten und ältesten Schwarzpappel (9,5 Meter Umfang) Österreichs gezogen

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Gesamtphilosophie Mensch & Natur im Einklang wird vielfältig an Einheimische aber auch Urlaubsgäste (40.000 Nächtigungen) mit allen Maßnahmen transportiert und zum Mit- und Nachmachen animiert. Dadurch wird die Natur- und Kulturlandschaft erhalten.

The Flying Dodo

Eingereicht von Florian Szemes

Ziel des Projekts

Das Team des “The Flying Dodo”, alles selbst AbsolventInnen und Studierende an der KF Uni Graz, hat sich ehrenamtlich, mit einem eigens dafür ins Leben gerufene, Print- und Onlinemedium zum Ziel gemacht, wissenschaftliche Themen einem breiten Publikum schmackhaft zu machen und faktenbasierte Beiträge zur Umwelt und Nachhaltigkeit u.a. durch DIY-Workshops aufzulockern. Die Beiträge sollen motivieren, Interessen wecken, aufklären und durch diverse Treffen und Exkursionen zum Mitmachen anregen.

Projektbeschreibung

Die 2020 gegründete Zeitschrift “The Flying Dodo” diente zunächst dazu, Studierende über die Vorgänge, Chancen und Forschungen rund um das Institut für Biologie und die Naturwissenschaftliche Fakultät in Graz zu informieren. In den letzten zwei Jahren entwickelte sich das kostenlose Printmedium zu einem Wissenschaftsmagazin über die Grazer Umgebung hinaus, in welchem eine Vielzahl an Forschenden und Lehrenden mitwirkten, Studien und Kurse vorstellten und studienrelevante Orte, auch abseits von Graz aufzeigten. 

Was durch Corona leider aufgeschoben werden musste, sind Workshops für unsere LeserInnen, in welchen wir unsere DIY-Artikel (Seifenherstellung, Pilzzucht, Nisthilfen für Bienen) praktisch durchführen und unsere Leserschaft kennenlernen wollen. Während der Pandemie wagten wir zusätzlich den Schritt in die Sozialen Medien, wo wir mit diversen Kolumnen und Artikeln (u.a. im Umweltbereich) bereits sehr präsent sind. 

So wird der wissenschaftliche Output sichtbar und verständlich gemacht und Interessierten außerhalb der Universität ein Zugriff zu aktueller Forschung ermöglicht. In diesem Jahr wollen wir unsere LeserInnen bei nachhaltigen Workshops und Seminaren vernetzen und so die Umgebung und Gesellschaft positiv beeinflussen, z.B. durch das Anbringen von Nisthilfen oder Veranstaltung zu Plastikvermeidung und regionalem Einkaufen. All dies zum Wohle der Gemeinschaft, im Sinne von Nachhaltigkeit, Natur- und Artenschutz, sowie der grünen Zukunft der Universität- und Stadt Graz.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Unser Fokus liegt u.a. auf Natur/Artenschutz, sowie auf Erhalt der Biodiversität, auf welchen wir gezielt durch div. theoretische und praktische Inhalte (zB Plastikvermeidung, Nistkastenbau, Teilnahme an div Projekten – I Nat-Challenge uvm.) eingehen.

Kategorie 3

NGO’s, Vereine, Körperschaften öffentlichen Rechts

Biodiversitäts-Erweiterung Feuchtgebiet Neuwiesen

Eingereicht von Oliver Gebhardt

Ziel des Projekts

Durch Erweiterung des bestehenden Feuchtgebietes im Natura 2000 Gebiet „Lafnitztal – Neudauer Teiche“ zusätzlichen Lebensraum für seltene Tierarten zu schaffen. Lebensraum­verbesserung für das Natura 2000 -Schutzgut Alpenkamm­molch sowie weitere FFH-Anhang IV Arten (Teichmolch, Laubfrosch, Springfrosch, Kleiner Wasserfrosch), die dort nachgewiesen wurden. Desweitern Lebensraum­erweiterung der vorkommenden und vom Aussterben bedrohten Libellenarten Kleine Binsenjungfer und Glänzende Binsenjunger.

Projektbeschreibung

Bei der Öko-Insel „Neuwiesen“ (Bierbaum bei Fürstenfeld) handelt es sich um einen ehemaligen Acker, der von der Naturschutzjugend gekauft und in eine Wiese umgewandelt wurde. Im Jahre 2008 wurde ein Teich mit ausgedehnten Flachwasserzonen angelegt. Diese wurden in den darauffolgenden Jahren schnell von diversen Amphibien- und Libellenarten besiedelt. In einer Evaluierung durch das ÖKOTEAM im Jahre 2016 konnten 6 Amphibienarten und 10 Libellenarten nachgewiesen werden. Aufgrund der hohen Bedeutung des Teiches wurde der Teich im Rahmen eines LE14-20 Projektes mit dem hier beschriebenen Projekt „Erweiterung Feuchtgebiet Öko-Insel Neuwiesen für seltene Tierarten“ erweitert. Dazu wurden die Erweiterung von Biologen geplant und von einem örtlichen Baggerfahrer mit Erfahrung im Teichbau professionell ausgehoben. Dabei wurde die Umsetzung ständig von einer ökologischen Bauaufsicht der Naturschutzjugend begleitet. Es wurden zweiweitere Tiefwasserzonen 2019 angelegt. Angenehmer Nebeneffekt hierbei ist, dass diese auf naturschutzfachlich minderwertigen Flächen angelegt wurden, die einen starken Bewuchs der Goldrute aufwiesen. So wurde diese Neophytenflur in ein wertvolles Feuchtgebiet umgewandelt. Durch Flachwasserzonen wurde eine Verbindung zum bestehenden Feuchtgebiet hergestellt. Im Sommer 2020 Jahre wurden die Erweiterung von Alpenkammmolch, Teichmolch, Laubfrosch, Springfrosch und Fröschen aus dem Grünfrosch-Komplex und diversen Liebellenarten sowie der Ringelnatter angenommen.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Durch Schaffung neuer Teiche werden nicht nur Arten unterstützt, die im Fokus die im direkten Fokus dieser Maßnahme stehen, sondern auch vielzählige andere Arten, angefangen von Säugetieren, Vögeln, Arthropoden bis hin zu Kleinstlebewesen.

Maßnahmen zur Lebens­raum­ver­besserung im NATURA 2000-Gebiet Nr. 21, Gamperlacke

Eingereicht von Karin Hochegger

Ziel des Projekts

Im etwa 86 ha großen NATURA 2000-Gebiet Gamperlacke finden sich Reste eines Moorgebiets mit dem Vorkommen landesweit bedeutender Schutzgüter. Ziel ist es, die Lebensraum- und Populationsgrößen zu erhöhen und damit den Erhalt der moorspezifischen Tier- und Pflanzenarten im Gebiet langfristig zu sichern. Im Fokus stehen die Große Moosjungfer (nur wichtigste von nur 2 steirischen Vorkommen), die Gelbbauchunke, renaturierungsfähige degradierte Hochmoore, Übergangs- und Schwingrasenmoore.

Projektbeschreibung

Das Projekt umfasst vier Arbeitspakete: 

1. Lebensraumverbesserung der Moorflächen: Ziel ist die Wiedervernässung entwässerter Moorflächen. Damit werden einerseits Moorlebensräume wiederhergestellt und andererseits Lebensräume für die Große Moosjungfer und weitere z.T. hochgradig gefährdete Moor-Arten geschaffen. Dieses Ziel wird durch drei Maßnahmen erreicht werden: 1) Errichtung von Spundwänden, 2) Grabenverbreiterungen und 3) Entbuschung. 

2. Biologische Zustandserhebung und Maßnahmenevaluierung: Ziel ist es, durch die Erhebungen den Zustand der FFH-Schutzgüter zu bewerten und mit einem überschaubaren Aufwand den Erfolg der Maßnahmen naturschutzfachlich-biologisch zu evaluieren. Im Bereich der neu angelegten Moorgewässer und auf den entbuschten Flächen werden Libellen, Amphibien, Reptilien und weitere, naturschutzrechtlich und -fachlich relevante Tierarten mit Moorbezug erfasst. 

3. Hydrologische Beweissicherung: Es werden im hydrologischen Einflussbereich der Maßnahmen an relevanten Stellen 6 Pegel gesetzt, um mit Dauerpegel Moorwasser­standsmessungen durchführen zu können. Weiters wird der Wasserchemismus analysiert. Beides findet sowohl vor, als auch nach den Maßnahmen statt. 

4. Aktualisierung des Managementplans: Der Managementplan zum Europaschutzgebiet aus dem Jahr 2004 wird aktualisiert. 

Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zum Moorschutz im Ennstal.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Die Maßnahmen sind wesentlich zur Sicherstellung und Verbesserung der Erhaltungsgrade von FFH-Moor-Lebensraumtypen und von FFH-Arten, damit das Schutzgebiet als Teil des Netzwerkes NATURA 2000 seine Funktion langfristig einnehmen kann.

Naturlehrpfad Lahn

Eingereicht von Karl Troha

Ziel des Projekts

Die Offenlandflächen im Eigentum bzw. Besitz der Gemeinde Dobl-Zwaring sollen als Lebensraum für Pflanzen und Tiere ökologisch aufgewertet werden. Weiters sollen diese Gemeindeflächen eine ökologische Vorzeigefunktion übernehmen und so der lokal ansässigen Bevölkerung als Vorbild für die nachhaltige Nutzung von privaten Offenlandflächen dienen.

Projektbeschreibung

Im Rahmen der Grundzusammenlegung wurden Schautafeln zur Erklärung dieser besonderen Landschaft erstellt.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Naturbelassene seltene Lebensräume aufrechterhalten. Ein Landschaftsschutz­gebiet für die seltene Schmetterlingsart „Bläuling“ wurde gerettet und wird von der Berg- und Naturwacht gepflegt.

Ökologisierung von Vorgärten in Geidorf

Eingereicht von Claudia Beiser, Grätzelinitiative Margaretenbad

Ziel des Projekts

  • Bewusstheit für dieses Kleinod vor unseren Türen schaffen und den Beitrag von Vorgärten zur Lebensqualität in der Stadt vermitteln, den Blick schärfen für die vielfältige Bedeutung von Vorgärten in ästhetischer, hygienischer und ökologischer Sicht.
  • Erhaltung, Ökologisierung und Attraktivierung der Vorgärten in Geidorf

Projektbeschreibung

Seit 2015 leitet unser Mitglied Gertraud Prügger, ehem. Gf des Naturschutzbundes, Vorgarten-Spaziergängen im Grätzel an, die seither mehrere hundert Personen erreichten. 2020 thematisiert das benachbarte ÖKO-Team Vorgärten an der Schnittstelle unterschiedlicher Fachgebiete wie Architektur und Städtebau, Stadtökologie und Biodiversitätsforschung, Umweltpädagogik und Gesundheitsvorsorge.

Laufend setzen unsere Grätzelspaziergänge neue Impulse für den gegenwärtigen und zukünftigen Umgang mit den Vorgärten in Graz. Im April 2021 haben wir eine Broschüre zu den Vorgärten in Geidorf herausgegeben und diese Politik und Medien präsentiert.

Ein logischer nächster Schritt ist nun unser Projekt: Ökologisierung der Vorgärten in Geidorf. Vorgarten-BewohnerInnen erarbeiten aufgrund einer fundierten, persönlichen Beratung vor Ort durch ExpertInnen des ÖKOTEAMs die Grundlage für Adaptierungen im eigenen Vorgarten.

Die Grätzelinitiative leistet die Vernetzungsarbeit zwischen AnrainerInnen und dem Experten vom Ökoteam. Einige Beratungen wurden bereits 2021 durch Dr. Brunner durchgeführt, mit folgenden Maßnahmen:

  • Nisthilfen für Vögel ausbringen/günstiger positionieren
  • Winterfütterung für Vögel anlegen
  • Blumenwiese/Blühstreifen anlegen, Wiese selten mähen
  • Insektenhotel ausbringen
  • Insektenfreundliche Blühsträucher pflanzen
  • Blühkontinuität im Sommer schaffen
  • Neophyten reduzieren
  • Bodenstreu/verwilderte Ecke/Starktotholz belassen/entwickeln
  • Baum möglichst lang stehen lassen

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Die Auseinandersetzung mit Vorgärten zeigt, dass es auch im urbanen Raum Platz für Artenvielfalt gibt. Die Optimierung des kleinen, grünen Streifens vor der Haustür erfreut das Auge und setzt in ökologischer Sicht einen Beitrag zur Biodiversität.

Kategorie 4

Gewerbliche bzw. landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen

Biodiversität erhalten, nachhaltig wirtschaften und trotzdem im Vollerwerb Bauer sein geht auch!

Eingereicht von Erwin Haas vlg. Mitterhofer

Ziel des Projekts

Nachhaltige Bewirtschaftung unserer Landwirtschaft in 790 – 1000m Seehöhe mit ca. 40 ha Wiesen und 7 ha extensiv genutztes Grünland in biologischer Wirtschaftsweise mit Biomilch und Fleischerzeugung, ca. 30 ha Forst – Wald mit gemischten Baumarten in steiler Lage und wenig erschlossen und eine revitalisierte Hochalm mit ca. 180 ha in 1350 – 1700 m Seehöhe.

Projektbeschreibung

Mitte der 90er Jahre wurden Hecken, Schattenspender, Kornelkirschhecken und Sickerteiche auf normalem Grünland angelegt, zusätzlich zu den schon besehenden guten landschaftlichen Strukturen. Grund dafür war die Erhaltung von Moor und Feuchtwiesen ohne weitere Ausdehnung. D.h. die Abflüsse der Bergmöser wurden gezielt in Sickerteiche am Talboden abgeleitet, eingefriedet und bepflanzt. Die Teiche werden ca. alle 5 Jahre von Schlamm befreit.

Weiters wurden Pflanzenkartierungen vorgenommen (Sumpfstendelwurz, Mehlprimeln, Blutwurz, viel Arten von Knabenkraut, usw.). Auch Tiere werden intensiv beobachtet. Im Rahmen des ENP schon viele Jahre Sumpfschrecke, Bläulinge, Neuntöter, Mehl- und Rauchschwalbe. Durch den Stallumbau und Neubau konnte ein fast 100%iger Anstieg der Herbstschwalben festgestellt werden. Im Streuobstgarten befinden sich teilweise schon sehr alte Hochstamm-Obstbäume. Es werden auch neue alte Sorten von Obstbäumen gepflanzt. Eine Bienenhütte und -Stöcke sind im Obstgarten integriert. 

Statt einer Aufforstung wurden zwei Fischteiche und ein Sickerteich angelegt. Dabei wurde berücksichtigt, den Teich auch in sehr trockenen Jahren zur Bewässerung einsetzen zu können. Rund um die Anlage gibt es eine große Zahl an Fröschen, Amphibien, Weinbergschnecken, usw. Alte Heustadl wurden stehengelassen und bieten vielen Tieren Unterschlupf. Im Hofbereich wurden Nisthilfen angebracht. 

Zertifizierte und nachhaltige Holznutzung, ein höherer Anteil an Totholz wird belassen und trägt auch zur Artenvielfalt bei. Um Energiekosten zu reduzieren, wurde 2018 und 2020 eine große Photovoltaikanlage am Stall- und Hüttengebäude errichtet. Die bereits aufgelassene Hochalm wurde wieder geschwendet und das Vieh aufgetrieben und in weitere Folge eine Hirtenhütte gebaut um die Bewirtschaftung zu erleichtern.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Durch weniger intensive Bewirtschaftung eine Steigerung der Artenvielfalt und auch der Lebensqualität.

Entwicklung einer artenreichen Streuwiese und deren Verwendung in der modernen Bio-Rinderhaltung

Eingereicht von Wolfgang Angeringer, Lanthalerhof

Ziel des Projekts

Durch Ausweitung der artenreichen Streuwiese ist der Erhalt des Artenpools auf der Betriebsfläche. Durch das Mistdüngungssystem können die Samen der Pflanzenarten auch auf die gedüngten Flächen gelangen. Durch die wenig intensive Nutzung nimmt dadurch auch auf diesen Flächen die Artenzahl wieder zu. Im Gefolge der Pflanzenartenvielfalt steigt auch die Vielfalt der Tierwelt.

Projektbeschreibung

Nachdem die Drainagierungsversuche in den 1990-er Jahren von den Vorbewirtschaftern erfolglos blieben, und die Nutzung als mehrschnittige Wiese nicht möglich war, wurde die Fläche einige Jahre nicht mehr genutzt. Durch die Verbrachung wanderte von Flussseite (Pölsen) das Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea) und von Bergseite das Schilf (Phragmites australis) von Jahr zu Jahr stärker in die Fläche ein. Durch die Fördermöglichkeit von Naturschutzprojekten im ÖPUL (Agrarumwelt-)-Programm konnte die Fläche auf Betreiben des damals noch Schülers Wolfgang Angeringer bewahrt werden. Im Jahr 2015 wurde die Streuwiese aus dem K20 Projekt in das neu geschaffene ENP (Ergebnisorientierte Bewirtschaftung) Projekt (ÖPUL 2015-Maßnahme) übergeführt – mit neuen Zielen. 

Bereits davor hat der Autor ab 2011 am Biodiversitätsmonitoring des ÖKL (Österreichisches Kuratorium für Landtechnik) freiwillig teilgenommen. Beobachtet werden seitdem 2 Arten, die auf der Fläche eine stabile Population wieder aufbauen sollten: Trollblume und Breitblatt-Knabenkraut. Da sich die Populationen der Beobachtungsarten bis 2021 sehr gut entwickelt haben, startete der Autor 2020 mit der schrittweisen Ausweitung der Streuwiese von 0,3ha gemähter Fläche auf 0,5 ha gemähter Fläche ohne größere maschinelle Eingriffe: 

1) Entfernung von Gehölzen auf der zu mähenden Streuwiese im Winter bei gefrorenem Boden (aufgrund des Klimawandels nur mehr ca. 2-3 Wochen möglich)

2) Mahd der Streuwiese ab Ende August mit Handmäher.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

In Summe sind am Lanthalerhof auf den Grünlandflächen bis dato 233 Pflanzenarten nachgewiesen. Durch den Erhalt dieser wird auch die Vielfalt im Tierreich ansteigen, insbesonders die Insekten. Die Mahd erfolgt insektenschonend mittels Balkenmäher.

Lebende Erde im Vulkanland

Eingereicht von Bernard Wieser

Ziel des Projekts

Schutz der Blauracke und ihrer Lebensräume im Südoststeirischen Hügelland mit Hilfe von Flächenpacht und Bewirtschaftung, sowie Schaffung von Strukturen in der Landschaft.

Projektbeschreibung

Gegründet 2003 hat der Blaurackenverein einen Landwirtschaftlichen Betrieb gegründet, der die restlichen Wiesenflächen im Blauracken-Brutgebiet rund um Straden, Bad Gleichenberg und Tieschen durch Anpachtung schützt. Seither sind 300 Einzelflächen in der Bewirtschaftung. Insgesamt sind das 137 ha Wiesen und Ackergründe und inzwischen 20 ha Landschaftselemente und 1500 Obstbäume, die gepflegt werden.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Die Blauracke ist eine Spitzenart. Ihr Schutz bedeutet auch den Schutz aller anderen Kulturlandschaftsarten im Gebiet. Der Betrieb des Blaurackenvereines hat seine Flächen unter wissenschaftlicher Kontrolle untersucht. Es leben auf den Vereinsflächen über 5000 Arten.

Nationalpark Partnerschulen und -kindergärten

Eingereicht von Johanna Eisank

Ziel des Projekts

Das Projekt soll eine positive Beziehung der Schüler*innen zur Natur schaffen, denn nur so kann das Verständnis für das, was es zu retten gilt, an unsere nächste Generation weitergegeben werden. Durch die langjährige und regelmäßige Zusammenarbeit mit unseren Partnerschulen- und kindergärten erhoffen wir, dass das Umweltbewusstsein (= Umweltverhalten, Umwelteinstellung und Umweltwissen) der Schüler*innen nachhaltig geprägt wird.

Projektbeschreibung

Die bunte Vielfalt in der Nationalpark – Region erleben, entdecken und spüren, das wollen wir den Schüler*innen und Kindergartenkindern während unserer Exkursionen in die Natur im und rund um den Nationalpark Gesäuse ermöglichen. Durch den regelmäßigen Austausch mit Nationalpark Ranger*innen soll die Faszination und Begeisterung für kleine und große Lebewesen, für seltene und herkömmliche Pflanzen, sowie für die Prozesse in der Natur, weitergegeben werden. Rund 480 Schüler*innen aus der Region dürfen wir jedes Schuljahr (5x pro Klasse/Kindergartengruppe) zeigen, wie facettenreich, einzigartig und atemberaubend die Natur vor der Haustür (im Nationalpark) ist. Im Rahmen unserer Exkursionen verbinden wir teilweise Lehrinhalte mit Naturerfahrungen, wobei der Fokus immer auf unseren Kernkompetenzen, wie beispielsweise Wildnis, Prozessschutz, Biodiversität und Nachhaltigkeit liegt. Neben den praxislastigen Exkursionen werden auch kleinere und größere Projekte, an denen die Schüler*innen mitwirken können (z.B. Zeichenwettbewerb, Schulgartenumgestaltung, Bau eines Wildbienenhotels, Fridays for Future Demo, Neophyten bekämpfen, etc.), verwirklicht. Dabei können sie das Gelernte in die Praxis umsetzen und tun gleichzeitig etwas für die Biodiversität.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Die Schüler*innen können bei jeder Exkursion im Nationalpark mit allen Sinnen erleben, was es für die Natur bedeutet, wenn sie sich frei entfalten kann und genau diese Erfahrungen nehmen sie für ihre Projekte und auch nach Hause mit (immer wieder).

Ehrenpreis

Dieser wird an eine Person, die sich über viele Jahre und in besonderem Maße im Sinne des Erhalts der Biodiversität verdient gemacht hat, verliehen. Vorschläge für diese Kategorie können von allen BürgerInnen des Landes Steiermark eingebracht werden.

Die SiegerInnen jeder Kategorie erhalten jeweils ein Preisgeld von EURO 2.500,–

VotingSie können für pro Kategorie jeweils einmal voten. Sobald Sie Ihre Stimme abgegeben haben kann dies nicht mehr verändert werden. Am Schluss werden Sie noch nach Ihrer E-Mail Adresse gefragt damit Ihr Voting gezählt werden kann. Ihre E-Mail Adresse wird weder für Werbezwecke verwenden noch wird diese weitergegeben.