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Nominierung 2021

Mit der Silberdistel, dem M. & W. Graf Biodiversitätspreis des Landes Steiermark, werden Projekte, die der Artenvielfalt in der Steiermark Vorschub leisten, in fünf Kategorien ausgezeichnet.

Hier sehen Sie alle nominierten Projekte des Jahres 2021. Beachten Sie bitte, dass das Voting 2021 bereits beendet ist.

Für den Silberdistel – M. & W. Graf Biodiversitätspreis des Landes Steier­mark 2021, sind nachfolgende Personen bzw. Organisationen nominiert.

Nominierungen der Kategorie 1

Einzelpersonen und BürgerInnen-Initiativen ​

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Nominierungen der Kategorie 2

Bildungseinrichtungen
 (Kindergärten, Schulen, Universitäten, Fachhochschulen, Erwachsenenbildung)

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Nominierungen der Kategorie 3

NGO’s, Vereine, Gemeinden, Körperschaften öffentlichen Rechts

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Nominierungen der Kategorie 4

Gewerbliche bzw. landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen

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Kategorie 1

Einzelpersonen und BürgerInnen-Initiativen

Eine Rarität aus vergessenen Zeiten: Erhaltung Schwarzer Maulbeerbäume (Morus nigra) in der Kulturlandschaft

Eingereicht von Johannes Rabensteiner

Ziel des Projekts

Morus nigra als zukünftige Genressource vor dem Aussterben bewahren – wieder als heimische „Superfruit“ Bedeutung geben. Da es in der Steiermark nur mehr max. 25 alte Bäume gibt, laufen die Bemühungen, sie als landschaftsprägende Naturdenkmäler anzuerkennen. Problematisch in der Vermehrung, daher unlukrativ für Gärtner, wobei sie selbst oft nicht das Wissen um diese rare Art haben, ist es größtes Anliegen, sie zu erhalten und somit gegen den Schwund der Kulturpflanzenvielfalt anzukämpfen.

Projektbeschreibung

Zeitraum des Projektes: Laufend über mehrere Jahre, Projektmaßnahmen:

  • Bäume aufspüren durch Exkursionen, Kontakte, schriftliche Quellen
  • Aufbau einer digitalen Vernetzung
  • Anlegen einer Datenbank, umfassende wissenschaftliche Begleitung
  • Kontaktaufnahme zur Bewusstseinsbildung mit Besitzern zur Erhaltung dieser Bäume. Während einige den Baum seit Generationen als Familienheiligtum betrachten, wissen manche gar nicht, welches wertvolle Kleinod sie auf ihrem Grundstück besitzen. So mancher Baum konnte durch intensive Gespräche vor einer Fällung bewahrt werden
  • Vermehrung: Aus Samen dauert es lange und es ist unsicher, denn die Art kann auch rein männliche Nachkommen bilden. Durch Veredelung ist es zwar möglich, doch nur mit viel Knowhow, sowie mit der kaum zu beschaffenden, geeigneten Unterlage, die keine Inkompatibilität aufweist. Grünstecklinge bewurzeln nur manchmal und sind schwierig in der weiteren Kultur. Einzig brauchbar ist die Vermehrung über Absenker und Ableger, diese ist jedoch nicht in höherer Stückzahl realisierbar
  • Pflanzenaufzucht: Mit Einwilligung der Besitzer wird versucht die alten Bäume zu vermehren und die so gewonnenen Jungexemplare werden in on-farm Haltung an Menschen weitergegeben, die gerne eine solchen Baum in „Pflege“ nehmen und zum Weiterleben dieser seltenen Art beitragen möchten
  • Zusammenarbeit mit UNI Maribor – da Biodiversität keine Grenzen kennt, wird auch in Theorie und Praxis mit Biologen und Botanikern zusammengearbeitet.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Anspruchsloses, thermophiles Gewächs, Eldorado für viele Insekten und Vogelarten, Erosionsbekämpfer durch dichtes Wurzelwerk. Als besonders hitze-, luftverschmutzungs- und trockenheitsresistent ist es ein Zukunftsgehölz in Zeiten des Klimawandels.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

  • Großer Einsatz zur Bekanntmachung, da das Wissen darum weitgehend verlorenging und es nicht medienwirksam scheint
  • Workshops in Kulturvereinen, UNI-Freilandlabor, Österr. Hochschüler*innenschaft
  • Präsentationen auf unterschiedlichen Veranstaltungen
  • Publikationen in Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Sammelwerken
  • Auch in Slowenien, Slowakei, Ungarn, … sind diese Bäume als Kulturrelikte zu finden und es wurden schon Interventionen zur Steigerung des Bekanntheitsgrades gesetzt.
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Edelsgraben

Eingereicht von Hörmann Georg

Ziel des Projekts

Mit diesem Projekt wollen wir ein nachhaltiges, landwirtschaftliches System betreiben und den Menschen vorstellen, und damit gleichzeitig die Natur fördern und mit ihr Hand in Hand arbeiten. Im Laufe des Projektes sollen Menschen mit nachhaltig angebauten Gemüse & Obst versorgt werden, Kinder & Jugendliche den Bezug zur Natur neu lernen, die Natur fördern und ihr Platz & Raum geben, Arten (sowohl Tiere als auch Pflanzen) wieder ansiedeln und erhalten und vor allem Bewusstseinsbildung betreiben!

Projektbeschreibung

Das Projekt „Edelsgraben“ ist ein Renaturierungsprojekt vermischt mit dem Gedanken und Ziel, Menschen mit nachhaltig angebautem Gemüse & Obst versorgen zu können. Es soll somit ein landwirtschaftliches System entstehen, dass ohne fossile Brennstoffe bewirtschaftet wird und in dem die Natur nicht nur geschont wird, sondern gezielt gefördert und erhalten wird! Dafür haben wir einen begradigten Bach renaturiert – also mäandriert (in seine ursprüngliche Form gebracht), mit heimischen Pflanzen bepflanzt, ein Flach- und ein Tiefwasserbecken integriert und den Bach heterogener gestaltet. Zudem wurde ein Acker, auf welchem jahrelang immer nur Mais angebaut wurde, terrassiert und mit verschiedensten Lebensräumen für Tiere & Pflanzen ausgestattet (Totholzzaun, Wärmefallen, Sandbank für Wildbienen, etc.). Außerdem wurde eine Streuobstwiese mit alten Obstsorten angelegt und eine Magerwiese entsteht gerade, um noch mehr verschiedene Lebensräume anbieten zu können. Das Ziel ist also, auf einer kleinen Fläche so viele Habitate als möglich anbieten zu können. Gleichzeitig eben aber auch, für die menschliche Versorgung zu dienen. Hand in Hand mit der Natur und für die Natur.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Wiederansiedlung bedrohter und zu schützender Arten gelungen (Kammmolche, Gelbbauchunke, Eisvogel); Rückzugsorte und Habitate für Pflanzen & Tiere; Artenerhalt und Förderung; Erhalt/Anbau alter Kulturpflanzenarten (z.B. Streuobstwiese); uvm.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Wir betreiben einen Social Media Account (Instagram). Aber unser Hauptaugenmerk liegt bei Kindern & Jugendlichen. So waren wir bereits an verschiedenen Schulen und haben mit den Schüler*Innen Workshops gemacht und Vorträge gehalten. Zudem wurden Filmabende organisiert und demnächst kommt uns auch eine Schule besuchen, worauf wir uns schon sehr freuen!

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Natur bei Graz und Graz Umgebung (eigenständiges privates Projekt gemeinsam mit meiner Zwillingsschwester)

Eingereicht von Simin Payandeh

Ziel des Projekts

Beschreibung unseres eigenständigen privaten Projektes: Betrifft Öffentlichkeits­tätigkeiten, Vorträge, Seminare, Tagungen, schriftliche Mitteilungen für sämtliche Mitteilungsblätter der Gemeinden in Graz-Umgebung zur Sensibilisierung der gesamten Bevölkerung in Sachen Umwelt und Naturschutz. Ein völlig eigenständig zusammengefasstes Buch (ehrenamtlich, 488 Seiten) von uns beiden liegt in unserer Heimatgemeinde in Vasoldsberg auf und beinhaltet die reichhaltige Biodiversität mit den entsprechenden Lebensräumen mit 1600 Fotos aus unserem Archiv.

Projektbeschreibung

Die Idee, hier erstmals für unsere Gemeinden in Graz Umgebung ein Projekt in Form von laufenden Informationsveranstaltungen, praktischem Unterricht sowie auch ein naturkundliches Werk für die Bevölkerung zu schaffen, war seit langem schon ein Traum von uns beiden. Bislang zierten ja nur die Hinweistäfelchen “Natur bei Graz“ unsere Heimat-Region. Vor rund 29 Jahren (damals waren wir erst 12 Jahre alt) haben meine Zwillingsschwester Roya Payandeh und ich Simin Payandeh begonnen, die Region hier unentgeltlich faunistisch und zoologisch lückenlos zu dokumentieren. Im Jahre 2015 begann ich dann, unsere gesammelten Daten schriftlich zusammenzufassen. Aus rund 20.000 Aufnahmen und mind. 10.000 elektronischen Excel Datensätzen/Kartierungs-Dateien wollten wir beide eine Auswahl treffen und alle einzelnen wichtigen Kapitel auf maximal 482 Seiten zusammenfassen. Zuerst wollten wir ein rein wissenschaftliches Werk schaffen, doch dann hatten wir Bedenken, dass wir damit ambivalente Gefühle in der Bevölkerung hervorrufen würden. Ich müsste mein Werk also so zusammenstellen, dass alle in der Bevölkerung angesprochen werden. Sowohl Schulkinder, als auch einfache Landwirte aus der Region sollten darauf aufmerksam werden. Im Frühsommer 2016 wurden unsere Unterlagen im Marktgemeindeamt eingereicht und vom Vorstand nach einer Durchsicht des Manuskriptes bewilligt bzw. angenommen.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Erstnachweise, Irrgäste und vom Aussterben bedrohte, sowie ehemals für verschollen angenommene Arten konnten wir auf wertvolle Standorte finden. Private Umwelt-Vermittlung für unsere gesamte Bevölkerung. Laufende Schreibarbeiten, Nistkastenbau, …

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Zusätzlich führen wir in sämtlichen Gemeinden seit dem 2014er Jahr Vortrags- und Exkursionstätigkeiten für Jung und Alt durch und vermitteln zu folgenden Themen unser Wissen: Botanik, Zoologie, Ornithologie, Meteorologie, Gesundheit und Ernährung, Natur und Artenschutz insbesondere die Erhaltung der Biodiversität für unsere Nachkommen. Ebenso in den Amtlichen Mitteilungsblätter der Gemeinden in Graz Umgebung. Schwerpunkt der letzten Jahre war die frühkindliche sowie die Jugend-Förderung.

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Natur schafft Solidarität

Eingereicht vom Ortsbauernvorstand Kammern im Liesingtal

Ziel des Projekts

Extensiv genutzte Straßenböschungen, Gräben sowie Übergangsbereiche zwischen Feld und Wald als vielfältigen Lebensraum erhalten und reaktivieren. Mehr Natur in die Kulturlandschaft und Blühflächen in die Landwirtschaft bringen. Auch im Privatgarten Bewusstsein für Biodiversität und Lebensräume schaffen. Bewusstseinsbildung und Information durch jährliche Fachvorträge. Verbündete, Gleichgesinnte finden um die Breitenwirkung zu erhöhen und Helfer für die Pflege der Flächen zu finden.

Projektbeschreibung

2018 haben wir (3 Bauern aus Kammern) uns über die „Mähkultur“ in unserer Gemeinde geärgert. Auf den öffentlichen Flächen wird dabei entweder mit dem Mulcher oder der Motorsense mehrmals alles kurz und klein geschlagen. Im April 2018 haben wir deshalb mit Unterstützung des Naturschutzbundes einen Vortrag mit dem Biologen Dr. Johann Neumayer organisiert. Auch Verbündete haben wir gesucht und gefunden, diese sind die Berg- und Naturwacht sowie die örtlichen Imker mit IG Carnicaschutzregion. Im Mai 2018 haben wir mit Mag. Helmut Kammerer für eine Flurbegehung der Steirischen Berg- und Naturwacht unsere Wiesen zur Verfügung gestellt. Dabei haben wir auch einige schützenswerte Flächen in der Gemeinde angesehen. Unsere Idee war es nämlich, diese Flächen in „Pflege“ zu nehmen und entsprechend der Vegetation mit dem Balkenmäher zu mähen und das Mähgut zu verbringen, um eine Überversorgung mit Nährstoffen zu verhindern und so wieder mehr Biodiversität zu schaffen. Seit dem Sommer 2018 pflegen wir jetzt gemeinsam diese Flächen. 2019: Vortrag von Botaniker Mag. Heli Kammerer „Bunte Wiesen im Liesingtal“, Teilnahme an „Blühende und summende Steiermark“, Fotowettbewerb schönste, naturnahe Blumenwiese, Anlage Bienenweiden mit den Volksschulkindern, Vortrag der Berg-und NW in der VS über Neophyten und Blumenwiesen. 2020: Vortrag mit Biologen Georg Derbuch mussten wir leider absagen. Auch die Initiative http://www.insekten-leben.at für unser Marktfest mussten wir absagen.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Naturnahe und blütenreiche Straßenböschungen, Übergangsbereiche und blühende öffentliche Flächen etc. bieten Nahrung für Insekten und wertvolle Lebensräume für viele Tier und Pflanzenarten, dienen als Nistplatz und bieten vielen Tieren Unterschlupf.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Vorträge Biologe Johann Neumayer, Botaniker Helmut Kammerer, Biologe Georg Derbuch (jährlicher Vortrag), Einbindung Berg- u. Naturwacht, Imker u. Vereine in das Projekt, Artikeln in Zeitungen der Gemeinde, Infoveranstaltung in der VS zu Biodiversität, Projektvorstellung in der Bezirksbauernkammer Bruck an der Mur/Leoben, Wildblumenpflanzen in VS verteilt, Fotowettbewerb Schönste Blumenwiese, Vortrag der Berg-und Naturwacht in der VS, Initiative http://www.insekten-leben.at beim Marktfest.

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Kategorie 2

Bildungseinrichtungen (Kindergärten, Schulen, Universitäten, Fachhochschulen, Erwachsenenbildung)

Klima-Biene macht Schule – Das große Summen im Naturpark

Eingereicht vom Naturpark Pöllauer Tal

Ziel des Projekts

Zusammenhänge zwischen Klima und Biodiversität als wichtige Bestandteile einer nachhaltigen Zukunft zu erkennen war Ziel des schulübergreifenden Projekts. Die Biene, als Sympathieträgerin, bot den idealen Einstieg, um das komplexe Thema kindgerecht und öffentlichkeitswirksam zu vermitteln. 200 Kinder als wertvolle und nachhaltige Multiplikatoren. Klimawandelanpassungsmaßnahmen wie smarte Regenwassernutzung, Mähmanagement und klimabewusster Einkauf sollen unseren und Bienes Lebensraum erhalten.

Projektbeschreibung

5 Naturpark-Schulen, 200 schlaue Klima-Bienen und 1 gemeinsames Regionsprojekt. Der Klimawandel belastet neben Menschen, auch Tier- und Pflanzenwelt in ihrem Gleichgewicht. Insekten und besonders Bienen sind durch die Ökosystemleistung Bestäubung unumgänglich für die Biodiversität. Von Sept. 2019 bis Nov. 2020 fand das Thema im und ums Klassenzimmer der teilnehmenden Naturpark-Schulen, NMS Pöllau, VS Pöllau Grazerstraße, VS Sonnhofen, VS Pöllauberg, VS Saifen-Boden, Platz. Arbeitspakete wie Klimadetektive, Experimentierwerkstatt, Bienenworkshops mit Imker, Basteln für die Klima-Biene, Exkursionen oder Bienenweideanlage ergänzten den Regelunterricht. Zahlreiche Kooperationen umfassten das Klimaschulenprojektjahr der SchülerInnen unter Einbindung der Bürgermeister und Gemeinderat der Naturpark-Gemeinden Pöllau und Pöllauberg, dem Verein Naturpark Pöllauer Tal, lokale Organisationen wie Bienenzuchtverein, Alpenkräutergarten, Ölmühle oder Bauernladen. In Kooperation mit einem örtlichen Bankinstitut und einer neuen Bienenerlebniswelt feierten 200 Kinder und rund 1500 BesucherInnen den Erfolg des Klimaschulen-Projekts, zudem ganz nach Green Event Kriterien.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Bienenweiden mit zertifiziertem Saatgut angelegt und verbreitet, Gemeinde-Mähmanagement klimafreundlich angepasst, fachlich begleitete Insektenhotels gebaut und öffentlichkeitswirksam übergeben, Bewusstsein zum Thema durch Erlebnisse.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Die Lebenswelt der Biene und der Klimawandel prägten mehr als ein Jahr lang den Schulalltag von 200 involvierten Schulkindern. Exkursionen, Workshops, Imkerei und Werkstücke sind starke Erinnerungen für die Kinder. Die Ergebnisse wurden beim einwöchigen Abschluss von rund 1500 BesucherInnen bestaunt. Zudem laufende Berichterstattung in Tages- und Regionalzeitungen (11 Berichte), Gemeindezeitungen (14 Berichte), Webseiten (33 Beiträge), sozialen Medien (48 Beiträge), ORF (2) …

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Ich bin ein Schatz – Schätzen & Schützen

Eingereicht vom Projektkindergarten Graz

Ziel des Projekts

  • Biodiversität steigern,
  • Schaffen eines gemeinsamen Rückzugsorts für Kinder, Pflanzen, Tiere,
  • bestehende Ressourcen schonen,
  • Kindern einen rücksichtsvollen Umgang mit der Natur näherbringen,
  • Lebensräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten schaffen,
  • Leben und Aufwachsen der Kinder im Einklang mit der Natur,
  • Erlernen der Bedeutung von Pflanzen und Insekten,
  • Aufarbeitung von allgemeinen Umweltschutzthemen,
  • Bedeutung einer nachhaltigen Lebensweise und eines wertschätzenden Umgangs mit der Natur

Projektbeschreibung

Das Projekt mit dem heurigen Kiga-Motto “Ich bin ein Schatz – Schätzen und Schützen” ist die Fortsetzung des 2019/20 im Rahmen des von “Blühendes Österreich” finanzierten Projekts “Die Brennnessel” mit dem Kiga-Motto „Life in a Tree – A Tree full of Life”. Eine gemeinsame Plattform für Tiere und Kinder wurde als Gesamtkonzept des 1000m² großen Gartens in die Umgebung integriert, ein Baumhaus als Symbol für das Denken in neuen Ebenen. So lernen die Kinder Verbundenheit und Wertschätzung für alle Lebewesen.

  • Gezeichnete Fantasiebaumhäuser leiten den Bau des nach ökologischen Kriterien gefertigten Baumhauses ein.Ein altes Hochbeet für Kräuter und Blumen wird saniert und Tröge für Schmetterlingsblumen, Nasch- und Kräutergarten, Igelhäuser aus Ziegel, Eichhörnchen-Futterstelle, Vogelhäuschen und Insektenhotel werden errichtet.
  • Die Humusschicht im gesamten Garten wird erneuert. Wiesenblumen werden ausgesät.
  • Eine Hainbuche, der Marienkäferbaum, dient der Beobachtung der Marienkäfer in allen Stadien. Landwirtschaftsexpert*innen beraten die Kindern.
  • Alte Strukturen müssen einem neuen Projekt nicht weichen, so bleibt der abgestorbene Walnussbaumstamm als tierischer Lebensraum erhalten. Im Fokus steht Mitgestaltung und -verantwortung als greifbare soziale Komponente.
  • Wissen eines Gärtners über Obstsorten, eines Seemanns über Knoten zur Befestigung von Pflanzen oder das Bauen von Tipis, eines Tischlers, Maurers und einer Bautechnikerin über den Bau eines Baumhauses werden genutzt.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Die Corona-Krise zeigt, dass mit der Reduktion von Biodiversität auch die Gefährdung des Menschen einhergeht. Auf kleinem Raum kann Biodiversität erhöht werden und Stadtbewohner*innen zeigen Verantwortung für die Schaffung vielfältigen Lebensraums.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Presseausschreibungen an lokale und bundesweite Medien (Radio u TV) im Zuge des Sommerfests 2021

  • Präsentation des Gesamtprojekts am Sommerfest 2021 vor größerer Öffentlichkeit, u.a. Politiker*innen der Stadt Graz
  • Facebook, Instagram (Projekttagebuch inkl. Upcycling-DIY-Anleitungen)
  • Information über Projekt mittels Realbegegnungen mit Parkbesucher*innen sowie einem flexibel montierbarem Plakat
  • Mundpropaganda im Bezirk Leonhard, Kooperation mit „Die kleine Farm“
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Naturerlebnis am Teich – Biodiversität zum Angreifen

Eingereicht von der Stadtgemeinde Trofaiach, Kindergarten Regenbogen

Ziel des Projekts

Dieses Projekt soll unsere Kinder für die Verletzlichkeit von Feuchtlebensräumen und die Gefahren für die Artengemeinschaft an stehenden Gewässern sensibilisieren. Aber nicht nur das, vor allem auch in der Erwachsenenbildung ist es nötig Bewusstsein zu schaffen für naturnahe Feuchtlebensräume, die Natur Natur sein zu lassen und nicht als Mensch immer und überall einzugreifen. Es ist ein alles umfassender bewusstseinsbildender Beitrag zum Schutz der Biodiversität vor unserer aller Haustür.

Projektbeschreibung

Im Herzen des Naherholungsgebietes der Stadtgemeinde Trofaiach konnte mit Hilfe der Gemeinde aus einem ursprünglichen Retentionsbecken, das das angrenzende Wohngebiet vor Hochwasser schützen soll, ein wertvolles und einzigartiges Biotop entstehen. Es beinhaltet jetzt schon eine sehr gute Vielfalt an Arten und durch den angrenzenden Wald und die südöstlich liegende Wiese, die auch noch als Blühwiese angelegt werden soll, auch unterschiedliche Ökosysteme. Unser Biotop dient mittlerweile als einzigartige Bildungseinrichtung in der Gemeinde für die gesamte Bevölkerung, ob jung oder alt. Beinahe das ganze Schuljahr kann an einem Teich das Thema Biodiversität den SchülerInnen näher gebracht werden. Schon im Frühjahr beobachten wir am Teich nach der Amphibienwanderung Grasfrösche und Erdkröten. Man kann hier den Laich, Kaulquappen und immer wieder auch erwachsene Tiere beobachten. Die Entwicklung dieser Tiergruppe ist hier nicht nur sichtbar, sondern für alle SchülerInnen und auch die Kindergartenkinder konkret erlebbar. Später im Jahr finden wir Wasserskorpione, Wassernadeln, Rückenschwimmer, Libellenlarven und andere Insekten. Jedes einzelne Insekt ist für unsere Kinder spannend und lehrreich. Pflanzen, wie der Rohrkolben im Uferbereich oder Schwimmblattpflanzen im freien Wasser, können perfekt für die Erklärung der Bedeutung von pflanzlichem Leben als Produzenten von Sauerstoff verwendet werden. Anhand der gemachten Funde sprechen wir über die Lebensweise, die Anpassungen der Tiere und Pflanzen am Wasser und die ökologischen Zusammenhänge. Auch im Bereich Erwachsenenbildung dient unser Biotop als Bildungs- und Bewusstseinsstätte. Sei es bei diversen Kräuterwanderungen oder auch bei Treffen des Kneippvereines werden die bereits zahlreichen verschiedenen Kräuter erkundet. Die Bedeutung eines Feuchtlebensraumes und die Bedürfnisse eines solchen decken sich nicht immer mit den Erwartungen des Einzelnen und immer mehr wird auch durch die Begleitung von Fachleuten dieser Mehrwert eines solchen Biotops auch in der erwachsenen Bevölkerung erkannt und geschätzt. Es wurde ein Prozess begonnen und soll dieser ständig weiter wachsen und sich entwickeln können.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Vor allem durch die Zusammenarbeit aller Beteiligen, von der Errichtung des Biotops bis zur Einbindung dieses durch unsere Schulen und Kindergärten und auch im Bereich der Erwachsenenbildung, entsteht eine hohe Wertschätzung gegenüber Biodiversität und Wissen darüber entsteht praktisch spielerisch und freudig. Biodiversität wird somit gefördert, geschützt, gelebt und vor allem wertgeschätzt.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Da unser Biotop entlang des sehr stark frequentierten Panoramaweges liegt wird fast automatisch eine öffentliche Bekanntheit erreicht. Mit den Kindergartenkindern wurden bereits Bäume bepflanzt im angrenzenden Gemeindewald. Viele Nistplätze für Vögel und aufgestellte Informationstafeln laden ein sich zu informieren und zu beobachten. Die südöstlich gelegene Wiese angrenzend zum Biotop soll als nächster Schritt zur Blühwiese werden, in Einbindung der Schüler, Kindergartenkinder und der Bevölkerung. Damit soll noch mehr Lebensraum für die Biodiversität auch rund um das Biotop geschaffen werden.

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„Umweltkids“ – eine Schule für die Zukunft

Eingereicht von Volksschule Fernitz

Ziel des Projekts

Das Projekt „Umweltkids“ – eine Schule für die Zukunft besteht aus vielen unterschiedlichen Teilprojekten mit der identen Zielsetzung. Als Hauptziele können die Förderung des Bewusstseins über die Artenvielfalt, über die Bedeutung eines aktiven Umweltschutzes und die Auswirkungen des massiven Ressourcenverbrauches auf die Umwelt genannt werden. Das Erkennen von Zusammenhängen in ökologischen Kreisläufen wird als Querschnittsmaterie in allen Projekten behandelt.

Projektbeschreibung

Das Projekt „Eine Schule für die Umwelt“ der Marianne Graf Volksschule Fernitz besteht aus vielen verschiedenen Teilprojekten.

Dazu zählen:

  • Projekt: „Atelierunterricht“ mit Schwerpunkt „Umwelt – Artenvielfalt“
  • Projekt: „Umweltkids“ – Bereitstellung von Arbeitsunterlagen für Schüler*innen mit dem Schwerpunkt Biodiversität
  • Projekt: „Insekten-Wiese“ – Erstellen einer Blumenwiese (mit regionalen Blumen)
  • Projekt: „Insekten-Hotels“ – Erstellen von Insektenhotels im schulischen Umfeld;
  • Projekt: „Waldtage“ – Exkursionen mit den Schüler*innen in die nähere Umgebung mit Begleitung des Waldpädagogen Christian Gödl
  • Projekt: „Klimaversium“ – Wanderausstellung von Frida&Fred

Geplante Projekte:

Klassenübergreifende Projektwoche mit dem Schwerpunkt: Artenvielfalt und Umweltschutz

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Die Durchführung der oben beschriebenen Projekte trägt zu einer Bewusstseinsbildung bei den Schüler*innen bei. Vor allem besteht der Nutzen in der Zukunft, da die Kinder von heute die Erwachsenen von morgen sein werden.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Über die Durchführung der Projekte wurde und wird in verschiedenen Medien berichtet. So wurde auf der Homepage der Volksschule Fernitz regelmäßig Fotos und Kurzberichte veröffentlicht. In der Gemeindezeitung wurden Berichte und Hinweise zur Durchführung veröffentlicht. Eine größere Reichweite erzielte die Zeitung „Die Woche“, in der Frau Ertl von der Durchführung einzelner Projekte berichtete. Über die Ausstellung „Klimaversum“ wurden viele Schulen im Bezirk Graz-Umgebung per E-Mail informiert.

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Kategorie 3

NGO’s, Vereine, Gemeinden, Körperschaften öffentlichen Rechts

Blühstreifen und Vielfalt für die Ennstalwiesen

Eingereicht durch die Kooperationsgemeinschaft Naturschutz und Landwirtschaft im Ennstal

Ziel des Projekts

Im Verlauf der Projektdauer soll ein Netzwerk aus Landschaftselementen die Biodiversität im Grünland des mittleren Ennstals fördern. Blühstreifen, Strukturen und Lebensräumen für Insekten und Wiesenbrüter werden neu angelegt oder durch Vertragsnaturschutz gesichert. Neben den Umsetzungsmaßnahmen wird auch eine intensive Zusammenarbeit und Betreuung der Landwirte durchgeführt. Es ist Ziel dieses Projekts die Vielfalt zu erhöhen und ein Miteinander von Landwirtschaft und Naturschutz zu schaffen.

Projektbeschreibung

Das mittlere Ennstal mit seinen FFH- und Vogelschutzgebieten zeichnet sich durch eine hohe Biodiversität und durch eine vielfältige Ausstattung mit wertvollen Lebensräumen aus. Zu den Schutzgütern gehören Wiesenvögel, wie Neuntöter, Rohrweihe und Wachtelkönig, aber auch der Goldene Scheckenfalter sowie verschiedene FFH- Lebensräume. Die zunehmende Intensivierung der Agrarlandschaft führte jedoch in den letzten Jahren zu einem sukzessiven Rückgang an Arten und einem Verlust an Lebensräumen. Vor allem die Wiesenbrüter sind durch die immer intensiver genutzten Wiesen zunehmend gefährdet. Auffallend ist auch der Rückgang an Insekten, die für viele andere Arten die wichtigste Nahrungsgrundlage darstellen. Mit dem vorliegenden Projekt soll diese Tendenz wieder umgekehrt werden. Die Förderung der Vielfalt ist daher die oberste Priorität. Mit extensiv genutzten Wiesenrandstreifen, eingesäten Blühstreifen auf Ackerflächen, Brachen, Heckensäumen, Schilfstreifen an Gräben und anderen Landschaftselemente werden neue Lebensräume für Insekten und damit ein Nahrungsangebot für Vögel geschaffen und zugleich auch vernetzt. In enger Zusammenarbeit mit den Landwirten werden diese Maßnahmen auf freiwilliger Basis umgesetzt. Mit Stand 2020 wurden bereits 101 Streifen angelegt und damit mehr als 7,2 ha extensiviert und vernetzt. Zusätzlich wurden 40 ha Wiesenflächen unter Vertragsnaturschutz genommen, diese Flächen werden nun abgestimmt auf die vorkommenden Schutzgüter extensiv bewirtschaftet.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Mit extensiv bewirtschafteten Randstrukturen und neu angelegten Blühstreifen werden Lebensräume für Insekten und Nahrungsangebote für Vögel geschaffen. Vögel und Insekten benötigen neben dem Futterangebot auch Rückzugsräume und sichere Brutplätze.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Mit eigens entworfenen Tafeln, aufgestellten Zaunstipfeln, Handouts, Vorträgen, Einzelberatungen, regelmäßigen Presseterminen sowie einem Kurzfilm ist das Projekt bereits einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Gezielte Fachexkursionen und Beratungen durch Fachleute ergänzen die Öffentlichkeitsarbeit. Aufbereitete Unterlagen über die Schutzgüter werden jedem Teilnehmer zur Verfügung gestellt und zeigen Möglichkeiten zum Schutz der Vögel auf den Betriebsflächen auf.

Link zum Film auf Youtube >>

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Artenschutzprojekt Juchtenkäfer Steiermark

Eingereicht durch die Österreichische Entomologische Gesellschaft (ÖEG)

Ziel des Projekts

Naturschutzinteressierte steirische Landwirt/innen folgen dem Aufruf „Lebt der seltene Juchtenkäfer in Ihrem Obstgarten?“ und melden sich über die „Juchtenkäfer-Hotline“ oder die Projektwebsite zu einem Betriebsbesuch an. Forscher/innen und ein Spürhund suchen nach Brutbäumen des extrem seltenen Juchtenkäfers. Durch Bewusstseinsbildung und die „Baumprämie“ können alte Streuobstwiesen als Lebensräume der vom Aussterben bedrohten und europaweit streng geschützten Art langfristig erhalten werden.

Projektbeschreibung

Das Artenschutzprojekt Juchtenkäfer ist ein modernes, vielschichtiges und modellhaftes Naturschutzprojekt. Es vereint Forschung, innovative Methoden, effizienten Schutz, Bürger/innenbeteiligung, freiwilligen Vertragsnaturschutz und Bewusstseinsbildung. Durch Vertragsnaturschutzmaßnahmen mit flankierender Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsbeteiligung kann es anhand von Flaggschiffarten wie dem Juchtenkäfer gelingen, naturschutzfachlich wertvolle Lebensräume zu sichern. Entscheidend ist der persönliche Kontakt der Grundeigentümer/innen mit den Naturschutzexpert/innen. Von besonderer Faszination ist die Arbeitsweise von gezielt trainierten Spürhunden. Insgesamt wurden 102 landwirtschaftliche Betriebe besucht und rund 5.700 Altbäume kontrolliert. Viele Landwirt/innen zeigten sich ausgesprochen interessiert, fast alle sind in den freiwilligen Vertragsnaturschutz eingestiegen. Für Brutbäume werden einmalig € 200,00 für 10 Jahre bezahlt. Die Betriebe werden laufend beraten und gegebenenfalls besucht, um eine möglichst hohe Erfolgsrate sicher zu stellen. Die Baumplakette für besiedelte Bäume dient zur Kennzeichnung der Bäume und ist sehr beliebt. Gleichzeitig kann die Akzeptanz gegenüber Naturschutzmaßnahmen gesteigert werden. Aktuell sind interessierte Landwirt/innen in den wichtigsten steirischen Lebensräumen der Art eingeladen, ihre Obstwiesen untersuchen zu lassen und in die Baumprämie einzusteigen. Zudem erhalten sie kostenfrei Hochstamm-Obstbäume für Nachpflanzungen.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

23 landwirtschaftliche Betriebe mit insgesamt 78 Brutbäumen nehmen aktuell an der Baumprämienförderung teil, wodurch die Populationen des Käfers, der Erhalt der Bäume und der Streuobstwiesen für zumindest 10 Jahre gesichert werden konnten.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Ein Projekt zum Mitmachen! Mittels Zeitschriftenartikel, Faltblatt, Postkarte, Website mit online-Anmeldung (ww.juchtenkaefer.at) und Naturpark-Newsletter-Aussendungen wurden Landwirt/innen eingeladen, sich für einen Betriebsbesuch anzumelden („Wohnt der seltene Juchtenkäfer in Ihrem Obstgarten?“). Es haben sich mehr Betriebe gemeldet, als über das Projekt besucht werden konnten. Zudem sind mehrere wissenschaftliche Artikel über die Projektergebnisse publiziert worden.

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Ökologische Vorzeigeflächen der Gemeinde Stattegg

Eingereicht durch die Gemeinde Stattegg

Ziel des Projekts

Die Offenlandflächen im Eigentum bzw. Besitz der Gemeinde Stattegg sollen als
Lebensraum für Pflanzen und Tiere ökologisch aufgewertet werden. Weiters sollen
diese Gemeindeflächen eine ökologische Vorzeigefunktion übernehmen und so der
lokal ansässigen Bevölkerung als Vorbild für die nachhaltige Nutzung von privaten
Offenlandflächen dienen.

Projektbeschreibung

Sämtliche Offenlandflächen der Gemeinde Stattegg werden hinsichtlich ihrer botanisch-vegetationskundlichen Ausstattung per Biotopkartierung erhoben. Zusätzlich werden repräsentative Tiergruppen, wie Heuschrecken, Wanzen und Schmetterlinge, qualitativ durch Einzelbegehungen erfasst. Daraus werden ökologische Ziele abgeleitet, welche Pflanzen- und Tierarten auf den kommunalen Flächen einen Lebensraum finden könnten und wie dieser aussehen sollte. Zur Zielerreichung werden Maßnahmenvorschläge erarbeitet und mit den Möglichkeiten der kommunalen Bearbeitung durch die BauhofmitarbeiterInnen, die dafür speziell geschult werden, abgestimmt. Folgende Methoden der ökologischen Aufwertung kommen zum Einsatz: abgeänderte Mähtechnik, ökologisch angepasster Mähzeitpunkt, gestaffelte Mahd auf größeren Flächen, Neuanlage bunter Blumenwiesen mit autochthonem Saatgut regionaler Herkunft, Gehölzpflanzungen zur Strukturanreicherung sowie Totholzlagerstätten in waldnahen Bereichen. Als ökologische Bildungsmaßnahmen in Volksschulen werden gemeinsam mit den SchülerInnen 10-Jahreszeitenhecken, Käferwiegen und Magerwiesen angelegt. Begleitet werden diese Maßnahmen durch eine biodiversitätsfördernde Öffentlichkeitsarbeit in Form von Informationsveranstaltungen, Exkursionen, Halbtages-Workshops mit GemeindebürgerInnen sowie Artikelserie.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Durch Strukturanreicherung und ökologisch angepasste Bewirtschaftung werden ehemalige Graswüsten zu Trittsteinbiotopen für den Biodiversitätserhalt. Begleitende Öffentlichkeitsarbeit soll Privatgärten als Tier- und Pflanzenlebensräume aufwerten.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Öffentlichkeitsarbeit in Form von Informationsveranstaltungen, Biodiversitäts-Nachmittagen mit Exkursionen zur Tier- und Pflanzenwelt der Gemeindeflächen, Halbtages-Workshops mit GemeindebürgerInnen zu den Themen „Mähen mit der Sense“ oder „Kochen mit Wildgemüse“. Artikelserien in der Gemeindezeitung bzw. der Gemeinde-Webseite und Broschüren zu biodiversitätssteigernden Maßnahmen in Privatgärten sowie Aktivitäten mit und an Volksschulen (Wiesen-, Hecken-, Käferwiegenanlage).

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Amphibienschutzprojekt der Naturschutzjugend Steiermark

Eingereicht durch die Österreichische Naturschutzjugend, Landesgruppe Steiermark

Ziel des Projekts

Schutz der Amphibien vor dem Überfahren auf Verkehrswegen – durch Einbindung der lokalen Bevölkerung Schaffung von Akzeptanz gegenüber Amphibien – Umweltbildung mit Schwerpunkten Amphibien.

Projektbeschreibung

Seit 25 Jahren schützt die Naturschutzjugend Steiermark mit Amphibienschutzzäunen Amphibien an Verkehrswegen. Aktuell werden 10 Wabnderstrecken auf diese Weise geschützt. Dabei setzt die Naturschutzjugend stark auf die ehrenamtliche Beteiligung der lokalen Bevölkerungen beim Aufbau und der Betreung der Zäune. So konnten in den vergangen Jahrzehnten mehrere hundert Personen eingebunden werden und weit über 200.000 Amphibien sicher über die Straße zu ihren Laichgewässern gebracht werden. Im Rahmen des Projekts finden regelmässig Exkursionen zu den Amphibienwanderstrecken statt, wo den interessierten Kindern und Erwachsenen die einheimischen Amphibien gezeigt und erklärt werden.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Durch die Schutzzäune werden unmittelbar mehrere Arten daran gehindert auf die Fahrbahn zu gelangen. Das Projekt trägt wesentlich dazu bei, dass an den geschützten Wanderstrecken die Amphibien-Populationen erhalten bleiben.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

  • Ankündigungen und Berichterstattung des Berichts in diversen Gemeinde-, Wochen- und Monatszeitungen
  • Exkursionen mit Kindern und deren Eltern
  • Erzählungen durch freiwillige Helfern in ihrem Umfeld
  • Bericht auf unseren Social-Media Kanälen (facebook, Instagram)
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Kategorie 4

Gewerbliche bzw. landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen

Biodiversität am Biohof Fraiß in Kindberg

Eingereicht von Karl-Heinz Fraiß

Ziel des Projekts

In Kombination mit der Bewirtschaftung des landwirtschaftlichen Betriebes die Artenvielfalt zu erhalten bzw. zu fördern.

Projektbeschreibung

Natürliche Lebensräume erhalten und Lebensräume schaffen um die Artenvielfalt zu erhalten bzw. zu fördern.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Durch die extensive Bewirtschaftung größere Pflanzenvielfalt (Gräser und Kräuter) und daher mehr Lebensraum für Insekten. Die Mahd erfolgt erst nach der Blüte, Randstreifen und Wieseninseln bleiben länger stehen als Rückzug für die Insekten …

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Hofführung nach Vereinbarung möglich, Landwirte und Grundstücksbesitzer aufmerksam machen, dass auf jedem Grundstück die Möglichkeit besteht etwas für die Artenvielfalt zu machen, man muss es nur erkennen bzw. zulassen.

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Unser Beitrag zu einem Generationen übergreifenden Projekt zur Biodiversität

Eingereicht durch Karl Pichler

Ziel des Projekts

Erhaltung und Fortführung unseres vor Generationen mit der Kultivierung begründeten Betriebes. Wir versuchen, unseren zwischen 650 und 950 Metern Seehöhe gelegenen Betrieb (ca. 30 ha extensive Waldfläche und ca. 10 ha Grünland, Mutterkuhhaltung, biologische Wirtschaftsweise) im Einklang mit der Natur zu führen.

Projektbeschreibung

Seit 1995 bewirtschaften wir unseren Betrieb biologisch. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Steiler Buchenwald, trockener Föhrenwald, Feuchtwiesen, Trockenwiesen, Magerwiesen, getrennt durch Haselstrauchzeilen prägen die Landschaft.

Im Grünland werden nur die ebeneren Flächen zweimal gemäht und gedüngt. Bei der Mahd und Beweidung der Magerwiesen wird der Zeitpunkt der Blüte und Abreifung abgewartet.

Wir sind stolz auf unsere Feuchtwiese und ihre große Artenvielfalt (z.B. Wollgras, Knabenkräuter, Bachkratzdistel). Die Bewirtschaftung erfolgt teils maschinell, teils in Handarbeit. Die Nutzung erfolgt abgestuft, so dass niemals alle Futterflächen für Insekten zugleich gemäht werden. Orchideenstandorte werden ungedüngt belassen. Totholzbäume werden, wenn sie keine Gefahr darstellen, stehen gelassen. Von Zeit zu Zeit werden Totholzhecken angelegt.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Mehr als 300 Blütenpflanzen und Gräser, viele Insekten, Vogelarten, Reptilien, Kleinsäuger und Pilze bilden die Fauna und Flora. Durch den besonderen Schutz für die Knabenkräuter konnte der Bestand gefestigt und erweitert werden.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Veröffentlichung und Einreichung auf Silberdistel.at

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eva & adam – Exklusive Streuobstraritäten als Tafelobst

Eingereicht durch Stefanie Schuster und Alois Wilfling

Ziel des Projekts

Streuobstwiesen & Biodiversität erhalten.

Durch das Projekt soll der Wert von Streuobstwiesen erkannt werden. Kund*innen kaufen Sorten- und Geschmacksvielfalt und erhalten dadurch den Lebensraum Streuobstwiese mit seiner Arten-, Struktur- und Sortenvielfalt. Zudem werden Sortenbestimmung und v. a. Kurse zur Neuanlage von Streuobstwiesen durchgeführt. So konnten in den letzten 15 Jahren mehrere tausend Bäume gepflanzt werden. eva & adam bietet nun seit 2020 alte Obstsorten als Tafelobst an.

Projektbeschreibung

Das Projekt eva & adam wurde 2020 als Agrarhandel begründet. Die ungenützten Früchte von 100.000enden Streuobstbäumen im Land sollen wieder eine Wertschätzung erfahren. Damit soll der Wert der Flächen erhöht und damit die Biodiversität erhalten und gefördert werden. Zentrales Element des Projektes ist die Webpage http://www.evaundadam.at Hier können Zuliefer*innen ihr Obst anmelden. Sie erhalten dafür den 10-40-fachen Preis, ausgehend vom Pressobstpreis und immerhin das 2-7-fache des Preises von Plantagen-Tafelobst. Für BIO-Ware gibt es einen Extra-Zuschlag! Dafür müssen Sie Hochstämme mit Leitern beernten. Die Lieferbedingungen und die Preislisten sind für alle online verfügbar. Durch eine ausgeklügelte Logistik muss kein Zulieferer mehr als 30 km weit fahren. Kund*innen können attraktive Sortimente von Streuobst online einkaufen und sie bekommen diese per Post oder direkt vor die Haustüre geliefert. Die gesamte Verpackung ist plastikfrei. eva & adam setzt gemeinsam mit den Zuliefer*innen Schritte zur Erhaltung und Erweiterung der Obstwiesen. Zudem werden viele Privatpersonen, aber auch Firmen in der Neuanlage und Planung von Streuobstwiesen beraten bzw. unterstützt. Das Projekt wird von einer Partner*innengruppe aus Ökologie, Landwirtschaft, Baumschulen, (Spitzen-)Gastronomie, Gewerbe & Forschung betreut. Dadurch gewinnt es an Inhalt und Breite.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Durch das Projekt werden bestehende Streuobstwiesen erhalten und zahlreiche neue angelegt. So wird Biodiversität auf Ebene der Lebensräume (Landschaftsbild, Biotoperhaltung), der Arten (Unterwuchs, Baumarten) und der genetischen Vielfalt erhalten.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Neben den Infos auf http://www.evaundadam.at (teils über 1.000 Zugriffe pro Tag) und direkte Kontakte bei diversen Schulungen, Verkostungen und Kursen zur Neuanlage & Pflege von Streuobstwiesen wurden öffentlichkeitswirksame Artikel in folgenden Medien publiziert (siehe Beilagen):

Der Standard, Kurier, Kleine Zeitung, A la carte-Magazin, Hallo Österreich – ORF 1 20:00 Uhr, BIO-Austria- & BBK-Zeitungen, Kronen Zeitung, Neues Land, Obst Wein Garten, Radio Kärnten, Die Woche u.a.m.

Link zum Projekt >>

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Biodiversitätsweingarten – PIWI als nachhaltigste Möglichkeit der Weingartenbewirtschaftung

Eingereicht durch das BioWeingut Thünauer

Ziel des Projekts

Ziel des Projektes ist es einen Weingarten am Mellachberg zu etablieren und zu bewirtschaften der an Nachhaltigkeit und Biodiversität nicht zu übertreffen ist. Ausgehend von unserem BioWeingut am Eichberg in der Südsteiermark wollen wir noch einen Schritt weitergehen und komplett auf Pflanzenschutz und schwere Maschinen verzichten, um den Beweis zu erbringen, dass die „Monokultur“ Weingarten ein wahres Paradies und ein Refugium für seltenen Pflanzen, seltene Tiere und für uns Menschen sein kann.

Projektbeschreibung

Ausgehend von den Erfahrungen der Bewirtschaftung des ältesten zertifizierten Bioweingartens in der Südsteiermark (Bio seit 1991) will ich noch einen Schritt weitergehen und die nachhaltigste Variante des Weinbaus betreiben, nämlich Weinbau mit sogenannten PIWI (pilzwiderstandsfähigen) Sorten. Für mich ein Schritt weiter als Bio, wo man versucht klassische Rebsorten mit anderen, umweltverträglicheren Pflanzenschutzmitteln und Düngern zu kultivieren. In unserem Weingarten am Mellachberg gibt es keinen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und vor allem keine schweren Maschinen, die den Boden – die Grundlage jedes Lebens – verdichten und auf Dauer unbrauchbar machen. Seit dem Projektstart im Jahr 2018 kam lediglich einmal zur Ernte unser Rasant Bergtrak (240kg Eigengewicht) zum Einsatz um die Trauben aus der Anlage zu verbringen. Wir verzichten sehr gerne auf schwere Traktore für Mäharbeiten – diese erledigen wir mit der Sense. Wir verzichten auf Pflanzenschutzmittel – hier verwenden wir unsere PIWI Sorten die mit viel Liebe und Handarbeit gesund erhalten. Und wir setzen auf Nützlinge, die wir pflegen und fördern um das Gleichgewicht der Natur wieder herzustellen. Die Natur dankt es uns mit eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren die sich in unserem Weingarten tummeln und ihn zu einem Sinnbild der Biodiversität machen – und das landläufige Bild der Monokultur widerlegen. Bunte Blühflächen, Nistplätze für Vögel, Steinhaufen für Eidechsen und Schlangen machen ihn zu einem besonderen Ort.

Bedeutung / Nutzen für die Biodiversität

Eine Vielzahl an Insekten, Wirbeltieren, Vögeln und Pflanzen beweist, dass die Monokultur Weingarten auch ein Paradies der Biodiversität sein kann. Eine Biodiversitätsstudie belegt den Nutzen unserer Anstrengungen und bestärkt uns darin.

Maßnahmen, das Projekt der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen

Auf unserer Website (www.weinbau-thuenauer.com) und unseren Social Media Kanälen http://www.facebook.com/biothuenauer und auf Instagram unter BioWeinbau_thuenauer berichten wir ständig über die Ergebnisse unseres Projektes: Wein als Kunstwerk – als Ergebnis der Harmonie zwischen Mensch und Natur. Nächster Schritt ist ein Weinlehrpfad und eine Schmetterlingswiese am Mellachberg um unsere Seminare und Weingartenführungen noch zu unterstützen. Durch die Vorstellung unseres Projektes bei der Silberdistel.

Link zum Projekt >>

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Ehrenpreis

Dieser wird an eine Person, die sich über viele Jahre und in besonderem Maße im Sinne des Erhalts der Biodiversität verdient gemacht hat, verliehen. Vorschläge für diese Kategorie können von allen BürgerInnen des Landes Steiermark eingebracht werden.

Die SiegerInnen jeder Kategorie erhalten jeweils ein Preisgeld von EURO 2.500,–